DEEN

Wer ich bin

Im Grunde tue ich seit vielen Jahren dasselbe, nur das Material wechselt. Ich arbeite mit Komplexität und schaue, wie Dinge zusammenhängen: bei Menschen, in Beziehungen, in Organisationen, in der Musik. Nicht die einzelnen Teile interessieren mich am meisten, sondern das, was zwischen ihnen entsteht.

Schon bevor ich nach England ging, hat mich die Musik in Bewegung gebracht. Ich wusste damals schon, dass ich ohne die Fantastischen Vier niemals gegangen wäre, und ganz sicher nie Gestalt studiert hätte. Gespürt habe ich das früh. Heute sehe ich es klarer, auf einer anderen Ebene.

Angefangen hat das 2001, als ich nach England zog. Dort begann zweierlei, das lange wie zwei getrennte Leben aussah. Auf der einen Seite ein international tätiges Umfeld, in dem es auf Vertrauen, Diskretion und Verantwortung ankam. Ich übernahm die Büroleitung und arbeitete eng mit der Führung zusammen. Aus dieser Aufgabe wuchs über die Jahre etwas Größeres, und aus der Zusammenarbeit eine Beziehung, die bis heute trägt. Bald sind es fünfundzwanzig Jahre. Ich habe früh von zu Hause aus gearbeitet, lange bevor das selbstverständlich war.

Auf der anderen Seite die Gestalt. Ich habe am Gestalt Centre London, in Zusammenarbeit mit der London Metropolitan University, Gestalttherapie studiert, meinen Master gemacht und verschiedene Qualifikationen erworben. Zuletzt wurde mir dort das Practitioner Diploma in Gestalt Psychotherapy for Individuals and Groups verliehen. Schon ab 2005 hatte ich in Brighton meine eigene Praxis, ich habe mit Menschen gearbeitet, einzeln und in Gruppen, später als Clinical Supervisor. All das neben einer vollen Stelle.

Lange dachte ich, das seien zwei getrennte Welten. Heute weiß ich, es war immer dieselbe Haltung, nur in verschiedenen Räumen. Ob ein Büro, ein Therapieraum oder ein Lied, es geht immer darum, genau hinzusehen, zu spüren, was zwischen den Menschen entsteht, und Verantwortung dafür zu übernehmen.

Und wieder waren es die Musik, die Fantastischen Vier und das Erleben mit meinen Freunden, die mich zurück nach Deutschland geholt haben. Nach einer Zeit, in der sich vieles nach bloßem Funktionieren anfühlte, war es ein Konzert, das mich wieder in Bewegung gebracht hat. Ein Moment, in dem ich mich selbst wieder gespürt habe. Aus solchen Momenten ist GestaltWeber entstanden.

Im Mai dieses Jahres ist es zum wiederholten Mal geschehen. Erst die Musik, die mich nach England brachte. Dann die Musik, die mich zurückholte. Und nun, wieder ein neuer Anfang. Vielleicht ist es genau das, was GestaltWeber rund macht: zu sehen, wie Musik denselben Menschen immer wieder an einen neuen Anfang und an ein Weitergehen führt, über all die Jahre hinweg.

Seit 2023 arbeite ich nicht mehr mit Klientinnen und Klienten. Ich habe mir diesen Raum bewusst genommen, um mich selbst zu erholen. Ob, wann und in welcher Form ich zurückkehre, halte ich offen. Und gleichzeitig möchte ich etwas zurückgeben, gerade weil gute Begleitung oft schwer zu bekommen ist. GestaltWeber ist deshalb keine Praxis und keine klassische Coaching-Seite, sondern eher eine Art, die Welt zu betrachten: durch Musik, Gestalt und das, was zwischen uns Menschen entsteht. Impulse, die dich vielleicht wieder ein Stück mehr mit dir selbst in Kontakt bringen.

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